• logo
  • logo
  • logo
  • logo
 
> Unterstützungserklärung unterschreiben – sagen Sie es auch Ihren Freunden, Kolleginnen, Kollegen und Bekannten!

 

//sicher ist die Pensions-Kürzung

„Auch diese, schon geborsten, kann stürzen über Nacht.“ *)
Die zweite Säule bricht zusammen
Die Novellierung des Pensionskassengesetzes rettet die Kassen,
die Sparer verlieren weiterhin ihr Geld

*) Des Sängers Fluch, Ludwig Uhland

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Im März 2000 entschließen Sie sich, bei der Bank Ihres Vertrauens einen größeren Geldbetrag zu hinterlegen, als Vorsorge für Sie, Ihre Kinder und Enkelkinder. Die Bank Ihres Vertrauens verspricht Ihnen auf Grund einer lebenslangen Bindung Ihres Kapitals eine gute Verzinsung. Nach der Hinterlegung des größeren Geldbetrages im März 2000 zahlen Sie weiterhin jeden Monat einen Teil Ihres Einkommens bei der Bank Ihres Vertrauens ein, bis Sie dort im Dezember 2011 vorstellig werden, um über die Auszahlung Ihrer Einlage zu sprechen. Zu diesem Zeitpunkt haben Sie insgesamt 300.000,- Euro bei der Bank Ihres Vertrauens eingezahlt.

Sie suchen also Ihren Betreuer auf und wollen zuerst einmal wissen, wie viel an Zinsen sich im Laufe der Jahre angesammelt hat. „Nun“, sagt der Mitarbeiter, „da gibt es ein Problem, Sie wissen ja, die Finanzkrise! Jedenfalls gibt es keine Zinsen. Und dann wär da noch etwas, von Ihrem Kapital ist auch nicht mehr alles da, so ungefähr 70 Prozent sind noch übrig, Genaueres können wir aber erst im April 2012 sagen.“

„Warten Sie, warten Sie, habe ich Sie richtig verstanden: nicht nur, dass ich für meine Einlage für mehr als zehn Jahre keine Zinsen bekomme, sind auch noch 90.000 Euro von meinem Kapital nicht mehr vorhanden? Sie werden verstehen, dass ich mir das nicht bieten lasse, ich wechsle die Bank!“

„Das geht nicht“, antwortet der Mitarbeiter der Bank Ihres Vertrauens, „Sie können das Geld nicht abheben, Sie können das Geld auch nicht an eine andere Bank überweisen, das Geld muss weiterhin von uns verwaltet werden, einzig eine monatliche Auszahlung an Sie ist möglich, die wird versicherungsmathematisch berechnet und ist unter anderem abhängig von Ihrem Alter und natürlich von dem jeweils vorhandenen Kapital, Genaueres können wir immer erst im April des Folgejahres sagen.“

„Also“, sagen Sie zum Mitarbeiter der Bank, die einmal die Ihres Vertrauens war, „wenn ich Sie richtig verstehe, dann berechnen Sie jetzt den monatlichen Auszahlungsbetrag nicht von dem von mir eingezahlten Betrag, sondern von dem, was noch übrig ist, also von einem Betrag, der zumindest um 90.000 Euro geringer ist als meine Einzahlungen.“ „Ja, so etwa wird es sein, wobei Genaueres können wir erst im April sagen, vielleicht wurde auch etwas mehr verloren, dann würde die monatliche Auszahlung noch geringer sein, aber hoffen wir das Beste.“

Sie sind empört, „das kann doch nicht sein, dass ich keine Zinsen bekomme, Sie 30 Prozent meines Kapitals verlieren und mir jetzt auch noch in Aussicht stellen, dass der Verlust noch höher sein kann. Ich bestehe darauf, dass das verbliebene Kapital in Zukunft kapitalgesichert angelegt wird.“ „Das geht laut Gesetz nicht und wäre auch kontraproduktiv“, bekommen Sie zur Antwort.

Sie sind sprachlos, denn Sie begreifen, dass der Verlust Ihrer Ersparnisse sich „laut Gesetz“ auch in Zukunft fortsetzen kann, und wenn man die Erfahrungen der letzten 10 Jahre heranzieht, also auch von Jahren, in denen von einer Finanzkrise noch keine Rede war, dann wird klar, dass sich dieser Verlust rasant fortsetzen wird.

Aber schon naht Rettung: „Wissen Sie“, informiert Sie der Mitarbeiter, der Ihnen eben gesagt hat, dass eine kapitalgesicherte Veranlagung kontraproduktiv wäre, „wissen Sie, das Gesetz wird novelliert, Sie haben dann das Recht, sich für eine gesicherte Auszahlungssumme zu entscheiden.“

„Das ist gut“, sagen Sie, „das heißt, ich bekomme die monatlichen Raten von meinen angesparten 300.000 Euro berechnet.“ „Nein“, lächelt der gesetzeskundige Mitarbeiter mitleidig, „Grundlage der Berechnung ist das noch vorhandene Kapital – Näheres wissen wir erst im April –, und für die Sicherheit Ihrer monatlichen Raten werden Ihnen bei der Berechnung nochmals 35% abgezogen.“

„Das heißt in konkreten Zahlen für meinen Fall“, antworten Sie erschöpft, „dass die versicherungsmathematisch berechneten monatlichen Beträge nicht von den von mir eingezahlten 300.000 Euro berechnet werden und auch nicht von den derzeit noch nicht verlorenen 210.000 Euro, sondern von 136.500 Euro, also von weitaus weniger als der Hälfte der von mir eingezahlten Beträge?“

„Das ist richtig, allerdings nur, wenn der bislang angehäufte Verlust Ihres Guthabens nur 90.000 Euro beträgt, der Verlust könnte auch höher sein, Genaueres wissen wir erst im April.“

„Und die mit weiteren 35% Verlust erkaufte Sicherheit der monatlichen Auszahlung ist indexgesichert, nicht wahr, ich bekomme also die Inflation abgedeckt?“ „Wo denken Sie hin?“, antwortet der Mitarbeiter der Pensionskasse.

Dieses Szenario ist für 800.000 Berufstätige und Pensionisten Realität, erstere wissen es noch nicht, letztere haben einen Großteil ihres Geldes schon verloren.

Franz Schwartz – ein Geschädigter 

 

Sagen Sie es Ihren Freunden:

Kommentare

  1. Reiter Johann Georg

    Laut Mitteilung der VBV beträgt mein Veranlagungsergebnis zum 31.12.2011 Minus 5,41 %, die Kürzung der monatlichen Pension beträgt diesmal jedoch 10,77 %.

    Jeder Kommentar erübrigt sich wohl.Vor der seinerzeitigen Übertragung (CA) wurde im Oktogon ( GD Hampl und Zentralbetriebsrat) die Übertragung (Einzelvertrag) “erbeten”, da in der Bilanz einer international tätigen Bank keine Pensionvorsorgen aufscheinen sollten und man ja ein treuer und 45 Jahre für die CA tätiger Fubnktionär ist !!!!
    Was von der versprochenen Privatpension (nur eine andere Form der Auszahlung und jährlich ca. 2 % Steigerung übrig geblieben ist, wissen Sie ja selbst.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Sie können folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>